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   Montessori ? - Was ist das?
 
 
Montessori
  das ist der Name einer Frau, die ein großes Herz für Kinder hatte.
  Sie hat den Kindern Lebensräume geschaffen, in denen sie sich wohlfühlen,
  in denen sie aber auch zu integrierten Persönlichkeiten und zu mündigen  
  Bürgern der demokratischen Gesellschaft heranwachsen können.
  
  Es gibt Montessori-Kinderhäuser für die Drei- bis Sechsjährigen und 
  Montessorischulen für die Sechs- bis Vierzehnjährigen. Diese Einrichtungen sind 
  nicht vage Experimente, sondern durch lange Praxis bewährte Erziehungsstätten.
  Das Besondere dieser Montessori-Einrichtungen ist, dass der
ursprüngliche spontane
  Lernwille, der unermüdliche Bestätigungsdrang und das angeborene Gesellschafts-
  bedürfnis eines jeden Kindes in diesen Schulen nicht behindert oder eingeengt wird.
  Sie werden ausdrücklich behütet und gepflegt, als die eigentlichen Motoren der 
  menschlichen Persönlichkeits- und Kulturentwicklung.

  In diesen Einrichtungen sind die Kinder die Tätigen. Die Erzieher verstehen sich vor
  allem als Helfer dieser selbsttätigen Kinder. "Hilf mir es selbst zu tun!" , hat einmal
  ein Kind zu Frau Montessori gesagt und damit eine Kurzformel für die Montessori-Pädagogik
  geprägt. Die Kinder brauchen allerdings eine von den Erwachsenen sorgfältig gestaltete
  und durchwaltete Kulturumgebung, damit sie sich selbsttätig Schritt für Schritt in die 
  Kultur und Gesellschaft unserer Gegenwart einarbeiten und einleben können.
  Die Montessori-Pädagogik hält erprobte Arbeitsmaterialien, Lernhilfen und Übungsmaterialien
  bereit, mit denen die Kinder selbsttätig hantieren, experimentieren und trainieren können, wie
  es ihrem augenblicklichen Interesse und Bedürfnis entspricht.
  Zu Anfang solcher Betätigungen brauchen die Kinder jeweils Anregung und Einweisung durch
  den sachverständigen Erzieher. Seine Aufgabe ist es, den Kindern mit Rat und Tat zur Seite zu
  stehen, wann immer sie ihn brauchen. Autoritätskonflikte zwischen Erziehern und Kindern gibt
  es in diesen Schulen nicht.

  Obwohl es keinen starren Stundenplan und  keinen in einen Zeitraster gepressten Lehrplan 
  gibt, faulenzen die Kinder keineswegs. Sie lernen bereitwillig das, was Kinder unserer Zeit
  lernen sollten, um einmal im Leben zu bestehen.

  Das Erstaunlichste aber ist: die Freiheit, die den Kindern in den Montessori-Schulen gewährt
  wird, missbrauchen sie keineswegs. Das direkte Produkt dieser Freiheit, ist eine besondere
  Form von geordnetem Verhalten, eine demokratische Disziplin, die ganz ungezwungen und
  selbstsicher ist. Zugleich entsteht ein soziales Beziehungsgefüge, in dem Partnerschaft,
  Einsatzbereitschaft und Verantwortungsbewusststein nicht leere Worte und ideale
  Forderungen, sondern schlichte Realitäten sind.

  Weil das alles so ist, fühlen Kinder sich wohl in diesen Schulen.

  (Textauszug aus der Broschüre "Montessori was ist das?" der Montessori-Eltern- und
  Fördererkreis e.V. Aachen)

  Noch mehr Informationen über die Montessori-Pädagogik


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